Last Updated on 15. September 2026 by Simon
Wer regelmässig in einem Verein aktiv ist, kennt die Situation. Irgendwann steht ein Auswärtsspiel, ein Turnier, ein Vereinsausflug oder eine andere Veranstaltung an. Die Organisation beginnt meist ganz einfach in einer WhatsApp-Gruppe.
Nach kurzer Zeit tauchen dann die ersten Fragen auf:
- Wer fährt?
- Wer hat noch freie Plätze?
- Wer nimmt die Kinder mit?
- Ich könnte noch zwei Personen mitnehmen.
- Moment, hat sich Lukas bereits angemeldet?
- Wer fährt jetzt eigentlich direkt zum Treffpunkt?
Aus ein paar Nachrichten werden schnell viele Nachrichten. Und je mehr Personen beteiligt sind, desto schwieriger wird es, den Überblick zu behalten.
Das eigentliche Problem
Spannenderweise fehlt es meistens gar nicht an Fahrern oder Fahrzeugen.
Das Problem ist die Organisation.
Messenger sind hervorragend geeignet, um Informationen auszutauschen. Sie wurden jedoch nie dafür entwickelt, Fahrgemeinschaften übersichtlich zu koordinieren. Informationen verschwinden zwischen anderen Nachrichten, Teilnehmer steigen später in die Unterhaltung ein und am Schluss weiss niemand mehr genau, welcher Stand eigentlich aktuell ist.
Besonders mühsam wird es, wenn kurzfristige Änderungen auftauchen. Ein Fahrer fällt aus, jemand meldet sich verspätet an oder ein Kind benötigt doch noch eine Mitfahrgelegenheit.
Die Suche nach einer Lösung
Bei verschiedenen Anlässen stellte ich mir immer wieder dieselbe Frage:
Warum ist die Organisation von Fahrgemeinschaften eigentlich komplizierter als nötig?
Natürlich gibt es zahlreiche Plattformen rund um Mitfahrgelegenheiten. Die meisten richten sich jedoch an Personen, die eine Fahrt zwischen zwei Orten suchen oder anbieten möchten.
Für Vereine, Schulklassen oder Teams funktioniert dieses Modell nur bedingt. Dort kennen sich die Menschen bereits. Niemand sucht einen Fahrer. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, die vorhandenen Fahrmöglichkeiten sinnvoll auf die Teilnehmer zu verteilen.
Weniger Nachrichten, mehr Übersicht
Aus dieser Überlegung entstand Mitfahrli.
Die Idee ist bewusst einfach gehalten. Ein Organisator erstellt einen Event und erhält einen Link. Dieser Link wird mit den Teilnehmern geteilt. Fahrer erfassen ihre freien Plätze und Mitfahrende können direkt einen Platz reservieren.
Dadurch entsteht eine gemeinsame Übersicht, die für alle sichtbar ist.
Der Organisator muss nicht mehr jede Änderung manuell koordinieren und die Teilnehmer sehen jederzeit den aktuellen Stand.
Keine App, kein Login
Ein Punkt war mir von Anfang an wichtig:
Die Hürde sollte möglichst tief bleiben.
Viele Werkzeuge scheitern nicht an den Funktionen, sondern an der Einführung. Sobald mehrere Personen zuerst ein Konto erstellen, eine App installieren oder Passwörter verwalten müssen, sinkt die Bereitschaft zur Nutzung deutlich.
Deshalb benötigt Mitfahrli weder eine App noch einen Login für die Teilnahme. Wer den Link erhält, kann mitmachen.
Manchmal ist die einfachste Lösung die beste Lösung.
Nicht eine weitere Mitfahrbörse
Interessanterweise wird Mitfahrli gelegentlich mit klassischen Mitfahrplattformen verglichen.
Dabei verfolgt die Anwendung eigentlich ein anderes Ziel.
Es geht nicht darum, Fahrten zwischen fremden Personen zu vermitteln. Es geht darum, bestehende Gruppen bei der Organisation zu unterstützen.
Aus meiner Sicht ist Mitfahrli deshalb näher an einem Werkzeug wie Doodle als an einer klassischen Mitfahrbörse.
Doodle beantwortet die Frage:
Wann passt es allen?
Mitfahrli beantwortet die Frage:
Wer fährt?
Fazit
Viele digitale Werkzeuge versuchen, möglichst viele Funktionen anzubieten. Mitfahrli verfolgt bewusst einen anderen Ansatz.
Eine Aufgabe.
Ein Problem.
Eine Lösung.
Fahrgemeinschaften sollen nicht neu erfunden werden. Sie sollen lediglich einfacher organisiert werden können.
Denn meistens sind genügend Fahrer vorhanden.
Man muss nur wissen, wer fährt.
👉 https://mitfahrli.ch

Informatiker und Mechaniker, gerne mit der Frau und den beiden Kids unterwegs, mit dem Internet gross geworden, arbeitet mit Microsoft Office 365, hat und lebt ein Papierloses Büro, hat einen eigenen Server im Keller